Leben

Ich kann mich gut erinnern, wie ich als Sechsjährige die Jahre gezählt hab, bis ich 18 bin, da ich immer dachte, dass dann mein Leben wirklich beginnt. Dieser Glaube hielt eigentlich sehr lange an, wenn auch am Ende schon leise Zweifel hinzukamen. Und als sich mit 18 nicht viel veränderte, ging ich (aus Ent-Täuschung?) für ein paar Jahre noch weiter ins “Nicht-Leben”.

Zwar bin ich seit gut 2 Jahren (auch spürbar) viel mehr im Leben, doch gerade in der letzten Zeit versuche ich dem “wirklichen Leben” auf die Spur zu kommen. Eine mögliche Lösung, die mir vor ein paar Tagen (nach einem Fotospaziergang, bei dem ich Zeit und Raum vergessen konnte und es mir gut ging) kam war folgende: Es ist Leben, wenn ich nicht (mehr) darüber nachdenke(n muss).   
(Und sich die Frage nach dem Sinn gar nicht stellt) Denn mit dem (verstandesmäßigen) Nachdenken distanziere ich mich von mir selbst. Weil das dann trotzdem nicht so einfach umzusetzen ist, hab ich mir ein paar Zitate dazu gesammelt:

“Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt – die meisten Menschen existieren nur.”
– Oscar Wilde

“Ich weiß nicht, ob mein Leben nutzlos und bloß ein Mißverständnis war oder ob es einen Sinn hat.”
– Hermann Hesse

“Wer keinen Sinn im Leben sieht, ist nicht nur unglücklich, sondern kaum lebensfähig.”
– Albert Einstein

“Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben muß man es aber vorwärts.”
– Sören Kierkegaard

“Nur der Denkende erlebt sein Leben, an Gedankenlosen zieht es vorbei.”
– Marie von Ebner-Eschenbach

“Entweder man lebt oder man ist konsequent.”
Erich Kästner

“Man braucht nichts im Leben zu fürchten, man muß nur alles verstehen.”
Marie Curie

doch den Nagel auf den Kopf trifft Woody Allen:

“Das Schwierigste am Leben ist es, Herz und Kopf dazu zu bringen, zusammenzuarbeiten. In meinem Fall verkehren sie noch nicht mal auf freundschaftlicher Basis.” 

Ich könnte hier noch lange zitieren oder eigene Gedanken schreiben, doch das würde womöglich den Speicherplatz bei wordpress sprengen. Fest steht, dass es (vermutlich) keine Bedienungsanleitung gibt (selbst die sind oft noch interpretationsbedürftig), man es auch nicht komplett durch Denken begreifen kann und es jeder selbst herausfinden muss. Den (für mich plausiblen) Ansatz beschreibt Woody Allen.

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~ by Caroline on September 10, 2008.

2 Responses to “Leben”

  1. Liebe Caroline

    Danke für diesen Beitrag!Ja,was heißt es zu leben,oder wann lebt man?Wie alle entscheidenten Fragen,muss auch diese von einem selbst beantwortet werden.Es gibt kein Patentrezept.Die Welt und wir selbst sind in einem stetigen Wandel.Loszulassen und sich ganz diesem Fluß des Wandel shinzugeben,das ist für mich leben.

    Liebe Grüße

    (hoffe ,du fühlst dich wieder besser!)

  2. Lieber Benne,

    danke für Deine Aufmerksamkeit und Worte bzw. Gedanken!

    Hab noch ein Zitat: “Leben ist, was beständig geschieht, während wir mit anderen Dingen beschäftigt sind.” – John Lennon

    – z.B. könnten wir damit beschäftigt sein zu analysieren, was Leben ist…

    Viele liebe Grüße, schönes Wochenende (auch allen anderen Lesern),
    Caroline

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